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ΤΟ ΡΕΘΥΜΝΟ ΠΑΝΤΟΥ




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Mythologie

Die Verehrung der Sonne und des Mondes waren auf Kreta sehr verbreitet und stehen als Ursache für die Entstehung der Sagen von Minos und Pasiphae, Zeus und Europa, von Talos und Dädalos, vom Minotaur, dem Labyrinth, von Ariadne und Vritomartis.

Andererseits führten die Macht und die Stärke des minoischen Reiches, das sich bis zu den Zykladen und an die Ufer des östlichen Mittelmeers ausgebreitet hatte, dazu, daß Mythen entstanden, wie die von Radamanthios, Sarpidonas, Deukalionas, Idomeneas, Militos und anderen Nachfahren von Minos. In der Präfektur Rethymno gibt es zwei Orte, die mit der kretischen Mythologie in Verbindung stehen: Das Ideon Andron auf dem Psiloritis und die Talaia Ori oder der Kouloukonas, wie er heute genannt wird, im Nordosten der Präfektur. In der heiligen Idahöhle, die eins der wichtigsten Kultzentren der Antike war, wurde Zeus, das Oberhaupt der Götter, geboren und großgezogen.

Gemäß der Sage "verschlang" Kronos, der Herrscher des Himmels, seine Kinder, weil er fürchtete, eins von ihnen würde mächtiger werden als er selbst und ihn vom Thron verdrängen. Seine Frau Rhea war untröstlich über dieses Verhalten ihres Mannes, der bereits 5 Kinder verschlungen hatte und beschloß, ihm einen Streich zu spielen, um ihr letztes Kind zu retten. Als Zeus geboren wurde, wickelte sie einen Stein in eine Windel und gab sie ihrem Mann, der sie in dem Glauben, da sei sein Sohn eingewickelt, hinunterschluckte.

Anschließend versteckte sie das Kind in der Idahöhle. Damit Kronos nicht auf das Weinen des Säuglings aufmerksam wurde, veranstalteten die Kureten, die mythischen Dämonen Kretas, einen Tanz und schlugen dabei auf ihre Kupferschilde. Für die Nahrung des Kindes sorgte die Ziege Amalthia, und während sie den jungen Gott säugte, wachte draußen vor der Höhle ein goldener Hund. Als Zeus alt genug war, um die Macht zu übernehmen, besiegte er seinen Vater Kronos und zwang ihn, seine fünf Geschwister, die er verschlungen hatte, aus seinen Eingeweiden zu befreien.
Mit den Talaia Ori wird Talos, der Kupferriese, in Verbindung gebracht, der eine wichtige Rolle in der kretischen Mythologie spielt.

Talos war der Wächter der Insel, die er dreimal am Tag umrundete, um sie vor Eindringlingen zu schützen. Dieses Kupferwesen, das eine einzige Ader hatte, die von seinem Genick bis zur Ferse reichte, war eine Schöpfung von Hephaist. Talos, obwohl unbewaffnet, war jedoch in der Lage, riesige Felsen auf die herannahenden Schiffe zu schleudern. Außerdem war das Metall, aus dem sein Körper geschaffen war, so heiß, daß alles, was er berührte, Feuer fing.

Er war außerdem für die Einhaltung der Gesetze auf dem Land zuständig und trug auf seinen Schultern immer die Tafeln mit sich, auf denen die Gesetze niedergeschrieben waren. Dieser mythische Gigant war eigentlich unsterblich. Aber als die Argonauten mit ihrem Schiff, der Argo, nach Kreta kamen, und Talos schon bereit war, sie zu zerschmettern, gelang es der Zauberin Medea, ihn unbeweglich zu machen, wodurch es ihr gelang, sich ihm zu nähern und ihm den Stift aus der Ferse zu ziehen, der seine Ader verschloß. Die göttliche Flüssigkeit, die er statt Blut in sich hatte, lief aus und der Held fiel tot zu Boden.

Die Koureten auf einem Schild, vom Idaion Andron

In allen Teilen der Präfektur Rethymno wurden archäologische Funde gemacht, die von der Steinzeit bis zur römischen Epoche und in die frühchristlichen Jahre reichen. Diese Funde deuten darauf hin, daß die Gegend nicht nur als geographisches Gebiet existierte, sondern über die Jahre hinweg ununterbrochen in voller Blüte stand und nachhaltige Beweise seines wirtschaftlichen und geistigen Glanzes hinterließ.

Über die ganze Präfektur verteilt wurden minoische, geometrische und archaische Stätten entdeckt, Friedhöfe, römische Städte und Überreste der hellenistischen Zeit. Dabei stellt man eine auffallende Anhäufung rund um den Psiloritis fest, den heiligen Berg, der den neugeborenen Zeus beherbergte und vor dem Wahn seines Vaters Kronos schützte. Die Zahl der archäologischen Stätten beläuft sich auf 350, von denen natürlich viele nicht besichtigt werden können.



Talos, der mythische Held Kretas auf einem rot-figurierten Gefäß

 
 

 

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