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ΤΟ ΡΕΘΥΜΝΟ ΠΑΝΤΟΥ




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Stadt-Wanderungen


Unser Spaziergang beginnt am Anfang der Antistaseos Straße, dort wo sich die Porta Guora oder die große Pforte befindet. Es handelt sich um das einzige erhaltene Überbleibsel der ursprünglichen Befestigung von Rethymno.

Wenn wir der Straße, die auch "der kleine Markt" genannt wird, folgen, kommen wir an die Kirche des Heiligen Franziskus, neben der sich die türkische Volksschule befindet. Es lohnt sich, an dieser Stelle den inneren Teil des Torbogens zu besichtigen, der venezianischen Ursprungs war, aber von den Türken verkleinert wurde, indem sie im Inneren einen neuen bauten, der mit Weinreben verziert ist. Neben den Pfeilern findet man Reliefe, in deren unteren Teil Löwen abgebildet sind, und im oberen Teil Symbole des othomanischen Kaiserreichs. Der Eingang der Schule, die im Jahr 1796 gegründet wurde, liegt in der Straße Papamichelaki.

Wenn wir die Antistaseos Straße weitergehen, kommt rechts die Souliou Straße, in die es sich lohnt, einen Abstecher zu machen, denn es handelt sich um eine der malerischsten Straßen der Stadt, voller Geschäfte und Folkloreartikel. Die Straße, auf die wir am Ende stoßen, ist die Paläologou. Rechter Hand, genau am Zusammenfluß der Paläologou mit der Arkadiou Straße, befindet sich die Loggia, in der heute eine Verkaufsstelle des Kulturministeriums für Originalkopien von Altertümern untergebracht ist.

Wir gehen die Paläologou nach Westen (links) und kommen an den bekannten Platanos Platz, (Petychaki Platz) auf dem der venezianische  Rimondi Brunnen steht. Nachdem wir den Brunnen gebührend bewundert und einen Spaziergang auf dem Platz mit seinen Kafenions und Tavernen gemacht haben, biegen wir in die Vernardou Straße ein und sehen gleich danach die Moschee Neratzes mit ihrem hohen Minarett vor uns. Die Moschee mit ihrer eindrucksvollen Spitze war während der Venezianerherrschaft die Kirche der Santa Maria und das Kloster der Augustinermönche, das sich im Zentrum der venezianischen Piazza befand. Sehr eindrucksvoll ist ihr Tor mit den korinthischen Kapitellen und den Verzierungen im Abschlussstein des Bogens.

Die Kirche der Santa Maria wurde 1657 zur Moschee umfunktioniert und 1890 baute man das höchste Minarett der Stadt mit zwei Söllern daneben. Ein paar Schritte weiter, bei der Hausnummer 30, können wir einen Besuch beim Volkskundemuseum  von Rethymno machen. Noch ein Stückchen weiter kommen wir an eines der schönsten Tore von Rethymno mit der Inschrift: VIRTUTE FULCIDA DOMUS. MDCIXKAL. JUNII (Die Tugend erhellt das Haus. Anfang Juni anno 1609).

Sobald wir die Vernardou Straße verlassen, befinden wir uns in der Nikiforou-Fokas-Straße und auf dem Platz "Kyria ton Angelon". Die Kirche der "Mikri Panagia", wie sie von den Einheimischen genannt wird, wurde in den Jahren der Venezianerherrschaft gebaut und war der heiligen Maria Magdalena des Dominikanerordens gewidmet. Es handelt sich um eine dreischiffige Kirche, die in den türkischen Jahren zur Moschee umfunktioniert wurde, der man 1680 ein Minarett hinzufügte, das jedoch bald einstürzte. Wir verlassen den Platz der "Kyria ton Angelon" und gehen weiter zur Arambatzoglou Straße, wo wir die Fassaden der Wohnhäuser mit den herrlichen Toren und den hölzernen Vorbauten bewundern können, von denen hier die besterhaltenen der ganzen Stadt zu finden sind.

Wir verlassen die Arambatzoglou Straße und gehen weiter in die Mesolongiou Straße, wo wir links in die Radamathyos Straße abbiegen. Bei der Hausnummer 25 befand sich der türkische Hammam. Das Haus ist jedoch heute in Privatbesitz und kann deshalb nicht besichtigt werden. Der Hamman wurde 1670 erbaut und besteht aus zwei Räumen mit halbrunden Kuppeln. Am westlichen Zusammenfluß der Radamanthyos Straße mit der Nikiforou-Fokas-Straße biegen wir rechts ab und gehen auf der N.-Fokas-Straße weiter. Wir nehmen gleich das erste Gäßchen linker Hand, die Klidi Straße und bleiben staunend an dem berühmten Tor mit den Reliefverzierungen vor der Nummer 13 stehen.

Wir gehen die Klidi Straße bis zum Ende und biegen dort links in die Renieri Straße ein. Bis wir die Panou-Koronäou-Straße erreichen, können wir uns an den herrlichen venezianischen Toren und den Holzvorbauten satt sehen. Bemerkenswert ist das Tor in der Koronäou Straße Nummer 12 mit seinen Reliefverzierungen.

Wenn man die Koronäou Straße weiter nach Westen verfolgt, trifft man an der Kreuzung mit der Smyrnis Straße auf 5 Brunnen, von denen sich zwei in der Koronäou selbst befinden und drei unterhalb des Bogens. Wenn wir die Koronäou Straße bis zum Ende gehen, erreichen wir den Platz Iroon Polytechniou, auf dem das neuklassische Präfekturgebäude steht.

Wir gehen jetzt die Koronäou Straße in entgegengesetzter Richtung. An der Mavili Straße biegen wir rechts ab und können dort die gepflegten Häuser mit den Blumen und Innenhöfen bewundern. Nun biegen wir in die Piga Straße ab, durchqueren die Patelarou Straße und erreichen wieder die N.-Fokas-Straße, die in Rethymno unter dem Namen "Makry Steno" (Lange Gasse) bekannt ist. An diesem Punkt, wo die N.-Fokas-Straße mit der Papamichelaki Straße zusammentrifft, sollten Sie sich den eingesetzten steinernen Bildstand betrachten.

Gehen Sie jetzt die N.-Fokas-Straße nach Süden weiter und biegen Sie links in die Bouniali Straße ein, wo sich früher die "Petaladika" befanden, also das Viertel, in dem die Sattelmacher zu finden waren. Wenn wir weiter nach Osten gehen, kommen wir wieder in die Ethnikis Antistaseos Straße und sehen rechter Hand die große Pforte. Wir befinden uns also wieder an dem Punkt, von dem wir ausgegangen sind.


Die große Pforte


Die Nikiforou-Fokas-Straße (Makry Steno), ehemals eine der Hauptstraßen von Rethymno, fällt durch ihre zahlreichen mit Reliefdarstellungen geschmückten Tore auf.


Die Inschrift des Brunnns in der Koronäou Straße lautet: "Dieser Brunnen wurde gebaut, damit das Volk trinken kann. Wer hier trinkt und seinen Durst löscht, mag für die Seele desjenigen beten, der ihn gebaut hat. 1863."

 
 

 

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